17. September 2011 bis 29. Januar 2012
Anlässlich ihres 40. Jahrestages blickt die Kunsthalle Tübingen auf ihre Geschichte zurück. Bevor das Ausstellungshaus durch große Publikumserfolge zur klassischen Moderne seinen legendären Ruf erhielt, dominierten Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst das Programm. Diese beiden Schwerpunkte werden nun in zwei aufeinander folgenden Jubiläumsausstellungen einzeln gewürdigt.
Als die Kunsthalle Tübingen 1971 von Paula Zundel und Frau Dr. Margarethe Fischer in Gedenken an den Maler Georg Friedrich Zundel eröffnet wurde, war nicht absehbar, dass sie sich eines Tages zu einem der beliebtesten und bekanntesten Ausstellungshäuser entwickeln würde. Nachdem in den ersten zehn Jahren hauptsächlich herausragende künstlerische Positionen der Gegenwart präsentiert wurden, nahm ab 1982 eine Entwicklung ihren Anfang, die in den Medien häufig als „Wunder von Tübingen" beschrieben wurde. Immer häufiger bereicherten nun Ausstellungen zur klassischen Moderne das Programm.
11. Februar bis 10. Juni 2012
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Kunsthalle Tübingen wurde mit der Ausstellung Cézanne Renoir Picasso & Co an die großen Publikumserfolge erinnert. Die zweite Jubiläumsschau Beuys Warhol Polke & Co soll nun die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass die Kunsthalle von Beginn an auch ein Ort internationaler Avantgardekunst war. Nicht immer wurde dies vom PubIikum goutiert. In den 1970er Jahren fühlten sich viele Tübinger von den »Narrenstreichen« des Kunsthallenleiters Götz Adriani »verkohlt«. Eine »Bürgerinitiative gegen Missbrauch der Kunsthalle« gründete sich, der Gemeinderat diskutierte kontrovers über das »künstlerische Niveau« und das Schwäbische Tagblatt schlug vor, das Haus am Philosophenweg lieber mit »Tischtennisspielen« oder »Beat-Band«-Konzerten zu füllen. Aus heutiger Sicht stellt sich vieles anders dar. Die damals gezeigten Künstler haben längst als herausragende Vertreter ihrer Zeit einen Platz in der Kunstgeschichte erhalten, und Adriani wurde jüngst zum Ehrenbürger der Stadt Tübingen erkoren.
Die Retrospektive zum 75.
16. Juni bis 16. September 2012
Mit seinen provokativen Möbelskulpturen von 1969 sorgte der führende britische Pop-Art-Künstler Allen Jones weltweit für Furore. 1979 wurde dem damals 41-jährigen eine erste große Retrospektive gewidmet, die in Liverpool, London, Baden-Baden und Bielefeld zu sehen war. Sein 70. Geburtstag wurde 2007 in der Tate Britain in London mit einer Schau aktueller Arbeiten sowie einiger früher Werke gefeiert. Nun lädt die Kunsthalle Tübingen rechtzeitig zu seinem 75. Geburtstag dazu ein, in der bislang umfangreichsten Retrospektive das Lebenswerk des international einflussreichen Künstlers wiederzuentdecken.
Fegefeuer
22. September bis 2. Dezember 2012
Malen mit der Kamera
8. Dezember 2012 bis 10. März 2013