KUNSTHALLE TÜBINGEN
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AUSSTELLUNGEN IM JAHR 2010

SCHRIFTGRÖSSE 12 

Karin Kneffel

1990-2010

01. Mai bis 11. Juli 2010

Karin Kneffel in ihrem Atelier

Karin Kneffel in ihrem Atelier, 2009
Foto von Eberhard Knauber, Düsseldorf

Karin Kneffel mit einem Modell der Kunsthalle Tübingen, 2010Karin Kneffel in ihrem Atelier mit einem Modell der Kunsthalle Tübingen, 2010
Foto von Eberhard Knauber, Düsseldorf

Karin Kneffel mit einem Modell der Kunsthalle Tübingen, 2010Karin Kneffel in ihrem Atelier mit einem Modell der Kunsthalle Tübingen, 2010
Foto von Eberhard Knauber, Düsseldorf

Karin Kneffel in ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010Karin Kneffel in ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010
Foto von Ulrich Metz

Karin Kneffel in ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010Karin Kneffel in ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010
Foto von Ulrich Metz

Besucher in der Kneffel-Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010Besucher in der Kneffel-Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010
Foto von Ulrich Metz

Besucher in der Kneffel-Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010Besucher in der Kneffel-Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010
Foto von Ulrich Metz

Besucher in der Kneffel-Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010Besucher in der Kneffel-Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen, 2010
Foto von Ulrich Metz

Ornamental prachtvoll, überwältigend präzise, schlichtweg appetitanregend sind Karin Kneffels Bilder, und noch mehr: Die Malerin treibt ihr Spiel mit der illusionistischen Kraft der Malerei. Sie mischt dem verführerischen Sog ihres Hyperrealismus stets die Aufforderung bei, dem Abbildcharakter zu misstrauen. Ihre Kunst, so sagt die Münchner Akademieprofessorin, sei „in gewisser Hinsicht Lüge". Es gehe ihr um „das Erzeugen eines Zweifels".

Wenn sie Alltagsmotive wie Teppiche, Sessel oder Hunde in die Sphäre der Kunst überträgt, isoliert sie Augenblicke, vergrößert Ausschnitte, bricht Perspektiven und lädt Spiegelungen mit einem Eigenleben auf. Sie malt nicht, was wir sehen, sondern wie wir sehen. Sie übersetzt Denkprozesse in sinnlich fassbare Bilder. Ihre Tierporträts fördern geheime Vorstellungen über Menschen zutage, ihre Feuerbilder lassen uns in Fantasiewelten Zuflucht suchen, Früchte- und Puddingbilder gleichen schockgefrorenen Déjà-vu-Erlebnissen, und ihre Interieurs halten dem Nachdenken über unser Leben einen seltsam schillernden Spiegel vor.

Die arrivierte Düsseldorfer Malerin versteht ihre von der Kunsthalle Tübingen veranstaltete erste Retrospektive nicht als reinen Rückblick, sondern vor allem als einen „Blick zurück nach vorn". Nur solche Werke haben Eingang in die Ausstellung gefunden, die der Selbstkritik der nach Perfektion strebenden Malerin standhalten. So sind es weniger frühe und mehr späte Arbeiten, die hier versammelt sind. Die Phase ihres 1987 bei Gerhard Richter abgeschlossenen Studiums bleibt ausgespart. Die Jahre bis zur Jahrtausendwende machen ein Viertel, die Jahre danach drei Viertel der insgesamt 44 großformatige Ölgemälde oder Gemäldegruppen umfassenden Schau aus. Die Ausstellung und der Ausstellungskatalog bieten damit den bislang umfangreichsten Überblick über das Werk einer weltweit beachteten Vertreterin eines neuen Realismus.

Karin Kneffel wurde 1957 in Marl geboren. 1977 bis 1981 studierte sie Germanistik und Philosophie in Münster und Duisburg. Zwischen 1981 und 1987 studierte sie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Johannes Brus und Norbert Tadeusz, bis sie als Meisterschülerin von Gerhard Richter abschloss. Sie erhielt zahlreiche Anerkennungen, so ein Stipendium der Cité Internationale des Arts in Paris, das Karl Schmidt-Rottluff-Stipendium, den Lingener Kunstpreis und ein Stipendium der Villa Massimo in Rom. Vor der Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen hatte sie unter anderem Einzelausstellungen im Ulmer Museum, dem Kunstmuseum Krefeld, dem Mönchehaus-Museum in Goslar, dem Altana Kulturforum in Bad Homburg, dem Musée Jean de La Fontaine in Château-Thierry und dem Museum voor Hedendaagse Kunst in Hertogenbosch. Nach einer Professur an der Hochschule für Künste Bremen ist sie nun Professorin an der Münchner Akademie.

Täglich (außer Montag)
11.00 bis 18.00 Uhr

Dienstag
11.00 bis 19.00 Uhr

Regulär: 5 €
Ermäßigt: 3 €
Schüler: 1 €

Öffentliche Führungen
Samstag, 15.00 Uhr
Teilnahmegebühr pro Person: 2,50 € zzgl. Eintritt

Führungen nach Voranmeldung
Dienstag bis Freitag: 50 €
Samstag, Sonn- und Feiertag: 60 €
Telefon 07071 / 96 910 (vormittags)

Führungen für Schulklassen
(45 Min.): 38 € zzgl. Eintritt
mit Kunstpraxis (90 Min.): 55 € zzgl. Eintritt und 1 € Materialkosten pro Schüler

Weitere Sonderführungen finden Sie unter Begleitprogramm!

Samstag, 8. Mai, 20 Uhr
Kneffel-Kniffel auf der 3. Tübinger Kulturnacht
Auf dem Tübinger Holzmarkt: Lichtbildprojektion und Würfelspaß mit Kunsthallenkurator Daniel J. Schreiber
Gewinn: Eintrittskarten in die Kneffel-Ausstellung!

Dienstag, 18. Mai, 16 Uhr
Führung mit Walter Springer und Frido Hohberger
Eine künstlerisch-kunsthistorische Führung in Zusammenarbeit mit dem Zeicheninstitut der Universität Tübingen
(verschoben von Donnerstag, den 13. Mai auf Dienstag, den 18. Mai)
Teilnahme kostenlos, regulärer Eintritt

Dienstag, 18. Mai, 20 Uhr
Klangräume
Dreizehn Violoncelli unter der Leitung von Joseph Hasten
Das neue Programm der Tübinger Cellisten: nach Aufführung in Paris nun in der Kunsthalle Tübingen. Mit Stücken von Heitor Villa-Lobos, Henri Dutilleux, Dmitri Kabalewski, Krzysztof Penderecki und Peter Tschaikowsky. Besetzung: Michael Fretschner, Daniel Götte, Martin Jantzen, Constantin Kilcher, Lucia Martin, Georg Peiffer, Nicola Pfeffer, Felicia Ruge, Elias Schomers, Yasmeen Shirazee, Maria Walker, Aiga Wenzel, Lennart Wenzel
Eine Kooperation mit der Tübinger Musikschule
Eintritt 7,50 €, ermäßigt 5,50 €

Donnerstag, 20. Mai, 18 Uhr
Bildräume
Zeichnen mit Frido Hohberger
Ein Kurs des Zeicheninstituts der Universität Tübingen in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Tübingen, für alle, die sich zeichnerisch mit Raumkonstruktionen befassen möchten. Bitte bringen Sie einen Zeichenblock, eine Unterlage sowie Blei- und Buntstifte mit.
Teilnahme kostenlos, regulärer Eintritt

Samstag, 22. Mai, 15 Uhr
Gespräch mit Kneffel
In dem von Daniel J. Schreiber geführten Gespräch mit Karin Kneffel erfahren Sie aus erster Hand mehr über Leben und Werk der Künstlerin.
Mit freundlicher Unterstützung der Kreissparkasse Tübingen
Teilnahme 2,50 €, zzgl. Eintritt

Dienstag, 29 Juni, 20.00 Uhr
Denkbilder
Podiumsgespräch
Die Künstlerin Karin Kneffel, der Stuttgarter Gallerist Klaus Gerrit Friese, der Ausstellungskurator Daniel J. Schreiber sowie der bekannte Art-Kolumnist und ehemalige FAZ-Redakteur Thomas Wagner unterhalten sich in der Ausstellung über Karin Kneffels Kunst.
Mit freundlicher Unterstützung der Kreissparkasse Tübingen
Eintritt 7,50 €, ermäßigt 5,50 €

Sonntag, 11. Juli, 15 Uhr
Kneffel-Quiz
Zur Finissage führt Daniel J. Schreiber ein letztes Mal durch die Ausstellung. Im Anschluss daran können bei einem Quiz Preise gewonnen werden, etwa der Ausstellungskatalog, Poster oder Eintrittskarten.
Teilnahme kostenlos, regulärer Eintritt

Karin Kneffel. 1990 - 2010, Ostfildern: Hatje Cantz Verlag, 2010, hg. v. Daniel J. Schreiber, mit Beiträgen von Stephan Berg, Klaus-Gerrit Friese, Karin Kneffel und Daniel J. Schreiber
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