KUNSTHALLE TÜBINGEN
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EXHIBITIONS 2010

TYPE SIZE 12 

Rainer Fetting

Männerbilder 1974-2010

2. Oktober bis 5. Dezember 2010

Nachdem zum Jahresanfang mit der Mel-Ramos-Retrospektive der weibliche Akt Thema einer Ausstellung in der Kunsthalle Tübingen war, ist es nun mit der Ausstellung von Werken des Malers Rainer Fetting zum Jahresende das männliche Gegenstück. Wie die Ausstellung an Hauptwerken belegt, hat Fetting das Thema der Männerbilder von 1974 an bis heute konsequent verfolgt.

Fettings Verdienst dabei ist es, die verschiedenen Facetten von männlicher Erotik und Identität ins Bild gesetzt zu haben. Immer wieder treten die Körper auch in die Kontexte von Landschaft oder Stadtsilhouette. Sinnliche Appetenz und emotionale Ehrlichkeit spielen eine große Rolle in seinem Schaffen. Die Rezeption figurativer und abstrakter expressionistischer Malerei, gestischer Farbauftrag sowie die motivische Verknüpfung lebensweltlicher Erfahrungen mit kunst- und kulturhistorischen Zitaten charakterisieren das malerische Werk Fettings.

Rainer Fetting wird am 31. Dezember 1949 in Wilhelmshaven geboren. Er studiert an der Hochschule der Künste in Berlin bei Hans Jaenisch Malerei. Berühmt wird er ab 1977 als Mitbegründer der legendären Galerie am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg. Sie bildet die Keimzelle der Bewegung der „Neuen Wilden", zu deren Hauptvertretern Fetting zählt. Ab 1983 lebt der Künstler hauptsächlich in New York. 1994 kehrt er zurück nach Berlin. 1996 gestaltet er für die SPD-Zentrale in Berlin eine Portraitplastik Willy Brandts, die Fetting auch als Bildhauer bekannt macht.

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